Samstag, 24. August 2013

Hella von Sinnen für Olympiaboykott



„Russland hat sich arg verschlechtert – von Rasputin zu Hass-Putin“, sagte Helle von Sinnen, deutsche Entertainerin, „Sport hat nichts zu suchen in Ländern, in denen Menschen nicht Menschen sein dürfen, also etwa in Russland, wo Lesben nicht lesbisch und Schwule nicht schwul sein dürfen.“ Daher plädiert sie für einen Boykott der olympischen Winterspiele im russischen Sotschi. Zu Recht!

Wieder nur heiße Luft?



Einem Bericht der New York Times zufolge studieren die US-Militärberater derzeit die Luftangriffe im Kosovo-Einsatz aus dem Jahr 1999, welches als mögliches Vorbild für einen Syrien-Einsatz der USA. Der US-Sender CBS berichtete ebenfalls von Planungen eines Eingreifens der Vereinigten Staaten. Dem Sender zufolge gebe es Planungen für Cruise-Missile-Angriffe auf syrische Regierungstruppen. Laut CNN wurde die Liste für Ziele von möglichen Luftangriffen auf den neuesten Stand gebracht.

Währenddessen verstärkte die amerikanische Marine ihre Präsenz im Mittelmeer. Der Kommandant der sechsten US-Marineflotte habe entschieden, den bereits abgelösten Zerstörer USS Mahan im Mittelmeer zu belassen. Somit seien nun vier Zerstörer mit Marschflugkörpern in der Region.

Dennoch ist US-Präsident Obama zurückhaltend, was einen Militärschlag gegen das Assad-Regime betrifft. Man wolle noch abwarten. Eine Tatsache, die Politikern beider Parteien missfällt.

Unterdessen haben Vertreter der Rebellen verlautbart, dass man Proben von Giftgasopfern aus dem Land geschmuggelt hat und diese von Experten untersuchen lasse.

Freitag, 23. August 2013

Nichts als heiße Luft



Nachdem bei einem Giftgasangriff in Syrien zwischen 500 und 1300 Menschen starben sowie duzende schwer verletzt wurden und mit bleibenden Schäden zu rechnen haben, gab es nun diverse Reaktionen. Jedoch nichts, dass das Blutvergießen stoppen wird. Nichts, dass verhindern wird, dass weiterhin duzende Zivilisten, vor allem Frauen und Kinder, ihr Leben lassen werden. Das Regime unter Assad wird ungehindert weiter machen solange entweder niemand mehr zum töten vorhanden ist oder bis es gestoppt wird.

Zwar drohte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon mit „ernsten Konsequenzen“, doch mehr als eine Resolution wird nicht herausschauen. Zum einen ist er nicht in der Lage die Massaker an der syrischen Bevölkerung zu stoppen und zum anderen hat Ban mit Russland einen zu starken Gegner.

„Jeder Einsatz von Chemiewaffen, ungeachtet ihrer Art, des Täters und der Umstände, ist eine Verletzung des Völkerrechts“, sprach Ban Ki-moon heute in Seoul in Bezug auf die Vorgänge in Syrien, „Ein solches Verbrechen gegen die Menschlichkeit sollte ernste Konsequenzen für denjenigen haben, der es begeht.“

Die USA kündigten an, die Vorfälle durch ihre Geheimdienste untersuchen zu lassen. Russland, engster Verbündeter des Assad-Regimes, kündigte an, sich nicht in den Weg zu stellen. Nur Frankreich fand ernste Worte und forderte eine „Reaktion der Stärke“ nach diesem Massenmord an Zivilisten.

Dennoch ist weiterhin nichts dabei, dass auf ein baldiges Ende des Blutvergießens hindeutet. Man will weiterhin zusehen und heiße Luft von sich geben. Eine echte Reaktion auf die kaltblütigen Morde durch das Assad-Regime wird es in absehbarer Zeit nicht geben.

Währenddessen wächst in den USA die Forderung nach gezielten Luftangriffen auf syrische Luft- und Raketenstellungen. An vorderster Front steht hierbei der einflussreiche republikanische Senator John McCain, der meinte, dass die Untätigkeit der USA andere Staaten dazu ermutige, ebenfalls mit Gewalt gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen. Daher sollte Obama nun Taten folgen lassen.

Auch dies ist nur heiße Luft. John McCain, der 2008 in der Präsidentenwahl Obama unterlegen war, ist herzlich wenig an Syrien interessiert. Sein Ziel ist es den US-Präsidenten unter Zugzwang zu bringen. Immerhin ist jedem bekannt, dass die Vereinigten Staaten sich keinen weiteren Krieg leisten können. Vor allem keinen, der sich zu einem Flächenbrand entwickeln und sich auf den gesamten Nahen Osten ausbreiten kann.

Unterdessen sind etwa eine Million syrische Kinder auf der Flucht. 740 000 davon unter elf Jahre alt. „Wir sollten uns alle Schämen“, sagte der Unicef-Direktor zu dieser Tatsache.

Donnerstag, 22. August 2013

Die rote Linie ist überschritten



Das Regime in Damaskus hat eindeutig die rote Linie überschritten. Nicht nur die des amerikanischen Präsidenten Obamas, sondern auch jene, von allen Menschen mit einem Gewissen. Der Einsatz von Giftgas gegen Zivilisten ist nicht nur inakzeptabel, sondern reiner Massen- und Völkermord, der nicht hingenommen werden darf.

Derzeit geht man vom Einsatz des Gases Sarin aus. Doch dies ist nicht die einzige C-Waffe im Besitz von Assad. Der Diktator und seine Schergen haben in ihren Massenvernichtungslagern noch Senfgas, VX und weitere todbringende Kampfstoffe.

Sarin ist ein chemischer Kampfstoff der Gruppe der Phosphonsäureester, deren eigentlicher Name Methylfluorphosphonsäureisopropylester lautet. Am 10. Dezember 1938 wurde Sarin bei Forschungsarbeiten zur Entwicklung eines Insektenvernichtungsmittels von dem deutschen Chemiker Gerhard Schrader und seinen Mitarbeitern entdeckt. Zum Einsatz kam es durch den chilenischen Geheimdienst, DINA, gegen Oppositionelle, in den 1980er Jahren durch den Irak gegen den Iran und gegen die kurdische Minderheit sowie 1994 in Matsumoto und 1995 in Tokio durch die Aum-Sekte.

Derzeit stellt sich die Frage, ob Obama seine Drohung wahr machen wird und die Rebellen unterstützt sowie die Zivilbevölkerung schützt, oder ob seine Worte nichts weiter als heiße Luft waren. Immerhin geht es längst nicht mehr um irgendwelche Interessen, sondern um Menschlichkeit. Es geht darum, nicht mehr zu zusehen, wie Menschen ermordet werden. Nicht mehr wegzuschauen, wenn Frauen und Kinder durch Giftgas qualvoll sterben. Es ist Zeit diesem Terror ein Ende zu setzen.

Mittwoch, 21. August 2013

Vom Niedergang von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten in Britannien



Nachdem sich die Amerikaner mit Snowden und der NSA-Affäre ordentlich angeschissen haben, haben es ihnen die Briten nachgemacht. Und sie haben die Amis um Längen übertroffen. Man könnte fast glauben, es sei so eine Art Wettbewerb. Den haben die Leute von der Insel für sich entschieden. Und man kann sagen: George Orwell hatte Recht.

Die Briten haben sich nicht ein Mal angeschissen, sondern gleich zwei Mal. Doppelt hält besser, lautet das Sprichwort, welches hier dazu passt. Aber so lustig ist diese Sache nicht. Sie ist traurig. Eine Gefahr für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte. Und daher nicht tolerierbar.

Zuerst haben die Engländer David Miranda, den Lebensgefährten des Enthüllungsjournalisten Glenn Greenwald, der viele Dokumente des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden veröffentlichte, am Flughafen Heathrow fest. Ganze neun Stunden wurde dieser verhört. Dies lief unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung. Doch in Wahrheit war es nichts weiter als eine Einschüchterungsaktion, die eines demokratischen und rechtsstaatlichen Landes nicht würdig ist. Derartiges erwartet man sich nicht von einem westlichen Staat. Solche Aktionen sind normalerweise das Mittel eines diktatorischen Regimes.

In der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die vom britischen Parlament ratifiziert wurde, jedoch missachtet wird, heißt es: „Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden.“ Die Regierung von Großbritannien verstieß eindeutig dagegen.

In einer weiteren Aktion kamen zwei Geheimdienstmitarbeiter in die Redaktion des Guardians, der Zeitung, die die NSA-Dokumente veröffentlichte, und ließen sämtliche Festplatten zerstören. Man hätte genug Spaß gehabt, jetzt sei Schluss damit, zitierte der Chefredakteur der Zeitung in einer Erklärung die Geheimdienstmitarbeiter. Diese, so ist mittlerweile bekannt, handelten im Auftrag des britischen Premierministers Cameron.

„Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, ungehindert Meinungen anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten“, lautet Artikel 19 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Auch hiergegen verstieß die britische Regierung, die handelte wie ein Terrorregime und damit Ländern wie China, Nordkorea, Iran und Co nichts nach steht.

Und zur Schande Großbritanniens muss leider gesagt werden, dass George Orwell Recht hatte. Sein Werk „1984“ hat seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1949 nicht an Aktualität verloren. Vor allem aber auch dazu gewonnen. Es ist Aktueller den je. Somit ist es nicht einfach eine Schande, sondern eine Gefahr für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte. Dies darf nicht hingenommen werden. Die Menschen müssen für die Erhaltung ihrer Rechte eintreten und diese schützen. Genauso aber auch für ihre Pflichten. Und dazu zählt der Widerstand gegen Staatsterror.

Dienstag, 20. August 2013

Unsere Gesellschaft



Es gibt Nachrichten, von denen man nichts wissen will. So `ne Scheiße, die man nicht hören will. Die man am liebsten vergisst.

Man steht in der Früh auf und wankt vollkommen verschlafen in die Küche. Alles tut einem Weh, denn man hat in der Nacht zum einem so scheiße geschlafen und zum anderen schlecht gelegen. Man schnappt sich in der Küche also den Kaffee und setzt sich zum Esstisch. Da wartet schon das Frühstück. Semmel, Toastbrot oder sonst was. Dazu ein Ei. Aber nur vielleicht.

Und irgendwo auf dem Tisch liegt ausgebreitet die Zeitung. Salzburger Nachrichten. Standard. Presse. Kurier. Oder sonst `ne Zeitung. Auf jeden Fall wirfst du sofort einen Blick hinein um eine neue Information zu bekommen. Neues Wissen. Und das erste, was du ließt, ist so `ne beschissene Überschrift über so scheiß Kinderfickende Priester. Du ließt sofort die ersten drei bis vier Zeilen. Dann hörst du auf. Du denkst dir: „Oh mein Gott!“

Ein paar Tage später erfährst du in den Nachrichten, dass herausgekommen ist, dass noch drei Priester Kinder missbraucht haben. Du willst von der Scheiße eigentlich nichts wissen, doch diese widerliche Geschichte kommt dennoch an dich ran. Es hat auf dich gewartet. Du kannst der Scheiße nicht entfliehen. Nicht nur das.

Du brauchst es. Alles was du nicht hast, diese Action, ja, die willst du in den Nachrichten sehen und lesen. Du bist zu einem Junkie geworden. Wir alle sind das. Widerliche Informationssüchtler!

Wenn wir hören, dass es jemandem schlecht geht, dann geht es uns gut. Wir lieben es zu erfahren, wenn irgendwo eine Katastrophe ausbricht. Dann wissen wir, dass wir es besser haben. Wir können uns auf unseren fetten und verwöhnten Ärschen zurück lehnen und im Fernsehen zu schauen, wie Familien über ihrer verstorbenen Verwandten trauern. Wir erfreuen uns am Leid anderer. Das ist die moderne Gesellschaft.

Wenn Hass gefördert wird



In Pakistan schob ein muslimischer Prediger einer geistig behinderten Christin zerrissene Koranseiten unter. Nachdem bewiesen wurde, dass die Frau unschuldig ist, sprach man den Schuldigen frei. Dies ist ein Zeichen, dass der pakistanische Staat den Hass zwischen Religionen unterstützt und fördert. Es ist eine Schande.